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Börsenbrief-Techniken(5) - Saisonalitäten

Jahresprognosen für Aktienindizes sind oftmals eine Beute des Zufalls. Was wäre, wenn man mit guter Wahrscheinlichkeit Zeiträume für das komplette Jahr erkennen könnte, in denen die Wahrscheinlichkeit einer Bewegung deutlich höher als der Zufall ist?

Eine der Neuerungen im Jahre 2005 war die Einführung einer Wochensaison-Tabelle. Diese finden Sie in der Analyseausgabe immer auf Seite 2.

Saisonale Tendenzen – den Zufall bekämpfen
Saisonale Vorgaben haben zwar nur entfernt etwas mit Zyklen zu tun, zeigen jedoch auch ohne Zuhilfenahme von Indikatoren Zeitbereiche an, in denen  statistisch gesehen oft Trends zu finden sind. Bei diesen Untersuchungen werden historische Kurse eines Papiers - je länger desto besser - verwendet. Man erstellt in zeitaufwändiger Arbeit Statistiken für jede Woche des Jahres.

Es kristallisieren sich bestimmte Wochen heraus, in denen der untersuchte Gegenstand mit hoher Wahrscheinlichkeit, d.h. mehr als 60 %, saisonal in die eine oder andere Richtung geht; Freitagsschluss zu Freitagsschluss.
Über das komplette Jahr gesehen hat man so einen Fahrplan, der einem die Wochen zeigt, in denen mal Long oder Short gegangen wird, sich eine Gelegenheit für eine kurze und schnelle Spekulation, aber auch längere Position ergibt.
Erstellen man nun das Ganze nicht nur für den Dax, sondern auch für Rohstoffe, Währungen und alle einzelnen DAX-Werte, findet man immer einen Wert, der zur Spekulation taugt.

Überblick anhand einer Saisontabelle
ISaisonale Vorgaben haben zwar nur entfernt etwas mit Zyklen zu tun, zeigen jedoch auch ohne Zuhilfenahme von Indikatoren Zeitbereiche an, in denen  statistisch gesehen oft Trends zu finden sind.
Es gibt mehrere Arten, Saisonales für die Prognose zu nutzen. Während Robert Rethfeld von www.wellenreiter-invest.de spezielle Tag ausfindig macht, in denen oftmals eine bestimmte Bewegung zu erwarten ist, geht die Website www.seasonalcharts.de einen anderen Weg und gibt fürs gesamte Jahr die Zeiträume vor, in denen man anhand der Vergangenheit Long oder Short sein soll. Ich wiederum versuche, mich auf Wochensaisonalitäten zu konzentrieren.
Bei diesen Untersuchungen werden historische Kurse eines Papiers - je länger desto besser –verwendet. Man erstellt in zeitaufwändiger Arbeit Statistiken für jede Woche des Jahres.
Herauskristallisieren sich bestimmte Wochen, in denen der untersuchte Gegenstand mit hoher Wahrscheinlichkeit, d.h. mehr als 60 %, saisonal in die eine oder andere Richtung geht von Freitagsschluss zu Freitagsschluss.
Über das komplette Jahr gesehen hat man dann einen Fahrplan, der einem die Wochen zeigt, in denen mal Long oder Short gegangen wird.
Erstellen man nun das Ganze nicht nur für den Dax, sondern auch für Rohstoffe, alle einzelnen DAX-Werte kann man sich in einer saisonal starken oder schwachen Woche einen Wert heraussuchen, der dann zur Spekulation taugt.
Die im ZA verwendete Saisontabelle weist die Werte aus, die anhand Kurshistorien mit mehr als 60% Wahrscheinlichkeit auf eine Bewegung nach oben oder unten zeigen. Beobachtet werden fast alle DAX-Werte, mit Ausnahme von Infineon, deren Historie noch zu kurz ist, um aussagekräftig zu sein. Dazu die wichtigsten Börsenindizes Dax, S&P 500, Dow Jones Industrial, Dow Transport und Dow Utilities (Versorger-Index).

Beispiel einer SaisontabelleWeiter geht es mit den beiden Zins-Futures Bund- und T-Bond, sowie den wichtigsten Währungskombinationen gegen den US-Dollar wie Euro in Dollar, Yen in Dollar, Euro in Yen. Ebenso der Dollar-Index, der ein Index der wichtigsten Industrie-Währungen gegen den Dollar ist.
Abgerundet wird das Ganze durch den Ölkomplex, stellvertretend hier Light Sweet Crude Oil und Heating Oil der amerikanischen Terminbörsen, sowie dem Metallkomplex aus Gold, Silber, Palladium und Platin.
Links eine Beispieltabelle der Woche 24/2006 (Originalgrösse durch Klicken auf die Grafik).
Wie zu sehen, lassen sich immer bestimmte Märkte finden, die in die eine oder andere Richtung tendieren.
Man sieht  jedoch nicht das Kurspotenzial im Falle einer korrekten Saisonalität.

Kurspotenziale auf einen Blick
Die nachfolgende Beispiel-Tabelle gleicher Woche löst dieses Problem und gibt Aufschlüsse über eventuelle Kursziele nach oben bzw. unten aufgrund der durchschnittlichen saisonalen Bewegung der entsprechenden Woche
(Originalgrösse durch Klicken auf die Grafik). .
In Spalte 2 und Spalte 4 ist die Wahrscheinlichkeit eingetragen, mit der man mit Kursgewinnen bzw. – Verlusten rechnen muss. Grün oder rot als Hintergrund bedeutet, dass das entsprechende Objekt mehr als 55% in den beobachteten Jahren in die angezeigte Richtung gegangen ist.
Je höher die Zahl, desto besser. Die Charttechnik sollte bei einer Position immer das letzte Wort sprechen.
Spalte 3 und 5 zeigt das Durchschnittspotenzial der letzten Jahren.  Diese Woche hat z.B. der S&P 500 in 58% aller Jahre einen Durchschnittsverlust ab Freitagschluss von 1252 auf 1235 im Schnitt gesehen. Falls die Saisonalität falsch war, was in 42 % der Jahre passierte, ging es hoch bis 1270.
Stärke eines Marktes bedeutet, wenn es weiter als der angezeigte Durchschnitt geht, ebenso bei einem Anstieg in einer saisonal schwachen Woche.

Beispiel einer PotenzialtabelleDurchschnittswerte sind
Anhaltspunkte
Es kann in der betreffenden Woche auch zu stärkeren Bewegungen kommen, da der Schnitt wie im Beispiel S&P 500 aus einem Bestand von 20 Jahren errechnet wird.
Es gab Jahre mit Kursverlusten von weniger als einem Prozent, aber auch mehr als drei.
Diese Potenziale bieten ebenfalls gute Einstiegspunkte für eine Gegenreaktion.
Je mehr Indizes z.B. nach rot oder grünb markiert sind, desto mehr muss man sich vorsehen.
Links sind nur drei Indizes rot, der Dax tendiert ebenfalls in Richtung Süden.
Diese Tabelle  deutete auf Kursverluste...
Nachfolgend die entsprechende Entwicklung des amerikanischen Index.

S&P 500-Index mit Saisonuntersuchung Woche 2406
Index deutlich tiefer
Der US-Index sollte im Schnitt bis 1235 fallen, ging aber im Zuge panikartiger Verkäufe auf Grund des steigenden Rohöls 20 Punkte tiefer bis 1219 und markiert damit ein neues Jahrestief.
Bis zum Freitag der Folgewoche ergab sich saisonal ein leichter Anstieg, obwohl das Abwärtspotenzial am Mittwoch erreicht und zeitweise unterschritten wurde.
Wer also nach einem Grund zum Einstieg in eine Long-Position suchte, fand ihn hier, denn sehr oft markieren Kurse um den Durchschnitt oder tiefer eine Trendwende. Sie dürfen nur nicht zum Wochenschluss kommen.

Dieses Beispiel soll Ihnen zeigen, wie der ZA, aber auch Sie selber diese Tabelle nutzen können. Wir lassen obige Einflüsse ebenfalls in die Wochenprognose mit einfliessen.
Der nächste Baustein der Analyse ist die Untersuchung des grossen Geldes anhand verschiedener Optionsauswertungen, erklärt im nachfolgenden Teil 6, den Sie links über den Link erreichen können.

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Zuletzt geändert am 
Sonntag, 9. März 2008

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