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Börsenbrief-Techniken(8) - Jahreszeitenwechsel

Auszug Wochenanalyse Sonntag, 24.09.06

Nachfolgend eine Untersuchung, betreffend den Einsatz weiterer spezieller Techniken. Am Schluss sehen Sie das Ergebnis dieser Auswertung.

Sonder-Report: Der Zyklus der vier Jahreszeiten
Die vier Jahreszeiten sind nicht nur aus der Klassik bekannt. Auch auf die Börse haben Sie einen Einfluss, wie Untersuchungen zeigen. Speziell wenn es von der Einen in die andere Jahreszeit geht, heisst es aufpassen.

Bulle und BärZyklusanalyse versucht über die Zeitachse eines Chartbildes gleichbleibende Abstände zu finden, in denen es zu Trendwechseln kam. Dabei ist es unwichtig, ob es zwanzig Tage, Wochen oder Monate sind. Hauptsache ist, dass die Zeitabstände über mehrere Perioden gleich sind. Der Charttechniker kann nun nach einem eigenen Zyklus im Wertpapier suchen, kann aber auch markante, immer wiederkehrende Kalender-Daten benutzen.
Hinweise, auf spezielle Kalender-Tage des Jahres zu achten, gibt der Australier Bryce T. Gilmore in seinem Buch „Geometry of markets“. Ein Buchabschnitt gibt die Empfehlung,  anhand der Jahreszeiten – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – anzulegen.
Gilmore gibt den Ratschlag, hauptsächlich auf die Tage des Wechsels zu achten. Denn an diesen Tagen kommt es vielfach zu Bodenbildungen oder markanten Trendwechseln. Jeweils um den 20. März, Juni, September oder Dezember endet eine der vier Jahreszeiten, eine Neue beginnt.

Zeiten der Veränderung
Die vier verschiedenen Termine haben spezielle Namen. Die März- und September-Termine, d.h. Frühjahr- und Herbstanfang nennt man Equinox, ist die englische Schreibweise des lateinischen "Äquinoktium" (wörtlich "gleiche Nachtlänge").
Jahreszeitenwechsel und SonnenstandTraditionell wird dieser Begriff für die Tagundnachtgleiche im Frühjahr (Frühjahrsäquinoktium) und im Herbst (Herbstäquinoktium) verwendet. Es sind klassische Wendepunkte im Jahreslauf. Licht und Dunkelheit halten sich nur an diesen zwei Zeitpunkten die Waage und gewinnen nach dem Äquinoktium jeweils wieder die Oberhand. Deshalb bedeutet Äquinoktium auch Wendepunkt oder Neuanfang. Kurzum: die Erde kommt der Sonne am Nähesten.
Die  beiden anderen Termine, Sommeranfang im Juni, Winteranfang im Dezember nennt man englisch Solstice, in deutsch  Solstitium, auch Sonnenwende, der Abstand der Erde zur Sonne am Grössten, links grafisch aufbereitet.

Gilmore geht davon aus, dass diese speziellen Umstände, die nur viermal pro Jahr auftreten, einen Einfluss auf das Verhalten der Menschen haben. Euphorie, Angst, Gier – alles verstärkt sich in solchen Tagen – dem Voll- und Neumond ähnlich. Trends an den Kapitalmärkten verstärken sich, oder laufen in die andere Richtung. Alle Teilnehmer sind dem Einfluss dieser Strahlung ausgesetzt. Und dies ist nachprüfbar.

DAX-Index und Jahrszeiten 2004Nutzung am Beispiel Dax-Index
In Bild 2 ist der Dax-Index 2004 als Beispiel abgebildet. Markierungen jeweils zu Beginn einer neuen Jahreszeit sind eingefügt. Im März Equinox (Frühlingsanfang) kam es zum Extremtief, dass nur zwei Tage später getestet wurde. Anstieg danach 467 Punkte in 23 Handelstagen. Zwei markante Wendepunkte, die für kurzfristige schnelle Bewegungen ebenfalls geeignet sind, waren der Sommer- und Herbstanfang.

Den Sommeranfang würde ich als Tief einordnen. 7 Tage später kam es zum Top – 191 Punkte höher.

Der Herbstanfang 2004 war erst ein Top, dann 4 Handelstage später ein Tief. Im ersten Fall ging es 150 Punkte in besagtem Zeitraum abwärts, ab dem Tief 250 Punkte nach oben.

Man achte ebenfalls ganz rechts auf den Dezember-Termin. Es kam zu einem markanten Tiefpunkt zwei Tage vorher, Jahreszeiten 2005 und DAX-Indexgefolgt von einem Anstieg um 157 Punkte in 15 Handelstagen.

Auch 2005 mit markanten kurzfristigen Tiefs
Auch im Jahr 2005 gab es markante Wendepunkte im März und September. Man kommt nicht umhin, diesen sehr einfachen Zyklus, den jeder im Kalender finden mitunter sehr treffsicher zu finden.

Schauen wir uns das Jahr 2005 an.

Auch die Zwischenkorrektur im März fand 2 Tage nach Frühlingsanfang ihr Ende. Anstieg 155 Punkte in 15 Tagen. Im September einen Tag vorher ein Tief, dann Anstieg von 318 Punkten in 15 Tagen.

Markante Termine im DAX-Index
Dies sind nur zwei Jahre im Dax-Index. In allen Jahren lassen sich fast auf den Tag genau markante Trendwenden finden. Hier einige Wendepunkte ab dem Jahr 2000:

  • Frühlingsanfang 2000 - Gegenbewegung von 604 Punkten nach Kursrutsch vom Alltimehigh beim 8136.
  • Herbstanfang 2000 – Reversal nach einem Kursverlust von 400 Punkten Intraday. Gegenbewegung 515 Punkte.
  • Winteranfang 2000 – Tief exakt getroffen. Gegenbewegung 710 Punkte bis Ende Januar 2001.
  • Frühlingsanfang 2001 – Tief zwei Tage später. Gegenbewegung 987 Punkte in 42 Tagen.
  • Herbstanfang 2001 – Anschlag auf das World-Trade-Center. Einen Tag vor Herbstanfang, zwei Wochen nach dem Anschlag das Tief. Trendwechsel mit 1815 Punkten Anstieg in 53 Tagen.
  • Winteranfang 2001 – Korrekturtief auf den Tag genau. Trendfortsetzung 498 Punkte Anstieg in 10 Tagen.
  • Frühlingsanfang 2002 – Top und Trendwechsel. Kursrutsch von 5467 auf 2500 Punkten in 6 Monaten.
  • Frühlingsanfang 2004 – Trendwechsel mit Anstieg 467 Punkten in 23 Tagen.
  • Herbstanfang 2005 – Trendwechsel einen Tag vorher mit 318 Punkten Anstieg in 10 Tagen

Es sind hier nur die markantesten Bewegungen aufgezählt.

Der ZA hat Charts ab 1998 im Bestand, die alle Termine beinhalten. Es handelt sich also nicht um Zufälle. Wie sieht es nun dieses Jahr aus, schliesslich war am Samstag Herbstanfang?

März-Reaktion vom Top führte zur Rallye von 200 Punkten
Nachfolgend  2006. Im März eine Reaktion, die dann das Tief exakt zu Frühlingsbeginn markierte mit anschliessender Bewegung von 200 Punkten in 2 Wochen, 400 Punkten insgesamt im weiteren Verlauf. Es lässt sich nicht verleugnen, Ähnlichkeiten mit dem Märzverhalten sind unverkennbar. Es könnte zum Ausbruch nach oben kommen.
Ein korrektes Tief ist allerdings erst bei Ausbruch über 5981 angezeigt. Bis dahin muss von einem Top ausgegangen werden.
Dies ist nur ein Auszug aus der Wochenausgabe und wird mit vielen anderen Charts und dem entsprechenden Fazit an unsere Leser verschickt.
Dax aktuell zum Herbstanfang 2006

Und das kam dabei heraus
Der deutsche Index hat exakt am Tag des Herbstanfangs sein Tief gesehen und ist zum 21. Oktober in den Bereich des Maximalziels von 6254 Punkten vorgestossen. Am 20.10. wurde ein weiteres neues Jahreshoch bei 6218 ausgebildet. Bedenkt man, dass diese Prognose auf den Tag genau das Tief bei 5854 vorhergesagt hat, ist das ein Anstieg von fast 350 Punkten.
Kann da Ihr Börsenbrief mithalten?
Nachfolgend der entsprechende Chart.

Dax aktuell zum Herbstanfang 2006

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Zuletzt geändert am 
Sonntag, 9. März 2008

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